Growney | Testbericht 09/2019

  • Flexible Anlagestrategien
  • Keine Mindestanlage
  • Transparenz der Kosten
  • Sehr guter Kundenservice

Mit einer Geldanlage für jeden bewirbt Growney das eigene Angebot. Der Roboadvisor kümmert sich um die automatische Vermögensverwaltung. Auf diese Weise sollen Verbraucher die Chance bekommen, ohne jeglichen zeitlichen Aufwand in die Investition einzusteigen. Doch wie gut funktioniert diese Offerte und welche Qualitäten zeigen die einzelnen Bereiche auf?

Wie funktioniert Growney?

Anlageergebnis bei einer einmaligen Einlage von 10000 EUR & einer monatlichen Einzahlung von 100 EUR

In einem ersten Schritt ist es für die Nutzung wichtig, einige zentrale Fragen zu beantworten. Zunächst zielen diese auf das persönliche Alter und den gewünschten Horizont der Anlage ab. Schließlich werden andere Handelsgüter ausgewählt, wenn die Anlage über drei Jahre gehalten werden soll, als bei einem Investment über mehr als ein Jahrzehnt. Im Anschluss können die neuen Kunden einige Angaben zu ihren persönlichen Risikovorstellungen machen. Je nach dem, wie freizügig letztlich mit der Anlage umgegangen werden kann, finden sich unter dem Strich andere Handelsgüter im Depot wieder.

Bereits bei diesem Schritt ist es für die Kunden von großer Bedeutung, die Fragen genau und zielsicher zu beantworten. Denn der Algorithmus entscheidet auf der Basis der erteilten Antworten darüber, wie das Depot zusammengestellt werden kann.

Erzielte Renditen der unterschiedlichen Risikoklassen ab 2016

Das Angebot von Growney:

Growney bietet den eigenen Kunden die Möglichkeit, den Weg zur automatisierten Verwaltung des Vermögens zu gehen. Dort bietet sich letztlich die Gelegenheit, eine besondere Zeitersparnis zu nutzen. Umstrukturierungen, Käufe und Verkäufe werden automatisch ausgeführt. Die Anleger selbst müssen sich deshalb zu keiner Zeit genauer mit den Hintergründen ihres Kaufs befassen. Stattdessen haben sie die Möglichkeit, aus purem Interesse einen Blick auf die Entwicklung ihres Depots zu werfen.

Grundsätzlich setzt Growney hier auf eine passive Anlagestrategie. In der Folge sind es nicht zahlreiche Käufe und Verkäufe, die am Ende zu den ersehnten Gewinnen führen. Stattdessen wird versucht, langfristige Anlagen zu wählen, deren Tendenz über die Jahre klar nach oben zeigt. Schon in der Vergangenheit gelang es auf diese Weise, angemessene Gewinne zu erzielen, die stets mit dem angestrebten Risiko der Anleger in Einklang gebracht werden konnten.

Welche Anlagestrategien stehen zur Auswahl?

Basierend auf den ersten Antworten, die ein Anleger nach der Registrierung gibt, wählt der Algorithmus automatisch aus fünf verschiedene Risikoklassen aus. Das Angebot beginnt folglich bei einem eher konservativen Investment, bei dem versucht wird, das Risiko so weit wie nur möglich auszuschließen. Zwar können Schwankungen eingedämmt werden, doch auch die Rendite ist in diesem Fall gehemmt. Wer sich als Anleger jedoch für ein chancenorientiertes Portfolio entscheidet, kann aus einer anderen Perspektive an das Investment herantreten. In diesem Fall werden stärkere Wertschwankungen bewusst in Kauf genommen, um dadurch die Chance auf höhere Renditen zu erreichen.

Anlagestrategien
grow20 20 % Aktienanteil und 80 % Anleihenanteil
grow30 30 % Aktienanteil und 70 % Anleihenanteil
grow50 50 % Aktienanteil und 50 % Anleihenanteil
grow70 70 % Aktienanteil und 30 % Anleihenanteil
grow100 100 % Aktienanteil und 0 % Anleihenanteil

Wie hoch ist die Mindesteinlage?

In der Praxis zählt Growney zu den wenigen Unternehmen, die bislang auf eine Mindesteinlage verzichten. Allerdings haben Anleger mit größeren Investments den Vorteil niedriger Gebühren auf ihrer Seite. Am teuersten fällt die Anlage für alle Kunden aus, die weniger als 10.000 Euro zur Verfügung stellen. Hier werden die Kosten mit 0,99 Prozent pro Jahr berechnet. Die Tatsache, dass auch kleinere Summen gut für die Anlage geeignet sind, spricht für den Wunsch der Verantwortlichen, eine breite Zielgruppe mit dem von ihnen geschaffenen Angebot zu erreichen.

Doch nicht nur die einmalige Einlage bietet die Gelegenheit, in Kooperation mit Growney Vermögen aufzubauen. Zudem gibt es die Chance, einen Sparplan einzurichten und folglich jeden Monat einen kleinen Betrag auf das Depot zu übertragen. Auch hier wird auf eine hohe Mindesteinlage verzichtet, weshalb es theoretisch bereits mit nur 25 Euro pro Monat möglich ist, diesen Weg zu gehen.

Welche Anlagestrategie wird bei Growney verfolgt?

Mit einer passiven Anlagestrategie gelang es den Verantwortlichen des Unternehmens, 90 Prozent aller Marktteilnehmer zu schlagen. Dabei liegt der Fokus ganz klar auf den sogenannten ETFs. Diese passiv gemanagten Fonds zeichnen sich durch niedrige Kosten aus, welche den Anlegern in jedem Fall zugute kommen. Darüber hinaus bilden sie eine große Zahl von Einzelwerten ab. Bereits der Kauf einzelner ETFs sorgt auf diese Weise für eine sehr gute Diversifikation des Portfolios. Dadurch gelingt es den Verantwortlichen, die natürlichen Schwankungen an der Börse noch besser auszugleichen.

Welche Anlageklassen stehen im Angebot?

In den ETFs, wie sie bei diesem Roboadvisor zum Einsatz kommen, finden sich am Ende des Tages unterschiedliche Werte wieder. So werden immer wieder Aktienmärkte analysiert, die sich in den vergangenen Jahren besonders gut entwickelten. Wünscht ein Anleger ein geringeres Risiko, so können auch ETFs mit Immobilienanteilen eingesetzt werden, um diesem Anspruch auf lange Sicht gerecht zu werden. Auf Einzelwerte wird derweil ganz bewusst verzichtet. Auf diese Weise können die Wertschwankungen noch besser im Sinne der Kunden ausgeglichen werden.

Übersicht der Kosten

Kostenvergleich einer Filiakbank & Growney bei einer einmaligen Einlage von 10000 EUR über 10 Jahre

Jedem Kunden wird sich zudem die Frage stellen, welche Kosten letztlich mit der automatisierten Vermögensverwaltung verbunden sind. Von Vorteil ist hier das transparente Konzept, für das sich die Verantwortlichen im Falle von Growney entschieden haben. An und für sich werden alle Einlagen unterhalb von 10.000 Euro mit einer Marge von 0,99 Prozent pro Jahr belegt. Bis zu einer Summe von 50.000 Euro müssen die Anleger nur 0,69 Prozent pro Jahr zahlen. Wer mehr als 50.000 Euro anlegt, kann die jährlichen Kosten für die Verwaltung sogar auf nur noch 0,39 Prozent senken. Dank der günstigen ETFs halten sich auch die jährlichen Fondskosten in Grenzen. Diese liegen derzeit bei maximal 0,28 Prozent pro Jahr. Daraus ergibt sich unter dem Strich ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung.

Kostenübersicht
Fondskosten pro Jahr 0,28 %
Servicegebühr pro Jahr 0,99 % < 10000 €
0,69 % ≥ 10000 €
0,39 % ≥ 50000 €
Performancegebühr Keine
Mindestanlagebetrag Keiner
Sparplan Ja (kein Mindestbetrag)

Depoteröffnung

Natürlich wurde die Eröffnung eines Depots bei Growney in den vergangenen Jahren vereinfacht. Nach der Eingabe aller wichtigen persönlichen Daten werden zentrale Fragen zu den Rahmenbedingungen der Geldanlage gestellt. Diese sind notwendig, um die Verwaltung des Geldes ganz genau an den Bedürfnissen des einzelnen Kunden ausrichten zu können. Sobald dieser Schritt erfolgreich war, steht das Depot bereits in einer vorläufigen Form zur Verfügung. Nachdem auch das Post-Ident-Verfahren für eine Erhöhung der Sicherheit abgeschlossen ist, können die ersten Beträge eingezahlt werden. Dies gelingt entweder mit einer einmaligen Überweisung in der entsprechenden Höhe, oder mithilfe eines Sparplans, durch den Monat für Monat kleine Beträge auf das Konto fließen.

Vorteile

  • großes Spektrum an Anlageklassen
  • differenzierte Risikoanalyse
  • transparente Kostenstruktur
  • ansprechender Service

Nachteile

  • keine kostenlose Hotline

Kundendienst und Support

Es war den Verantwortlichen von Growney durchaus wichtig, einen umfassenden Support zur Verfügung zu stellen. Zunächst ist dafür das Kontaktformular auf der Homepage des Unternehmens eine wichtige Unterstützung. Dort lassen sich zentrale Fragen innerhalb kurzer Zeit schriftlich klären. Darüber hinaus bietet sich die Gelegenheit, die E-Mail fragen@growney.de zu nutzen. An Werktagen ist es auch dort innerhalb weniger Stunden möglich, die passende Antwort zu erhalten. Oft findet sich diese zudem im großen FAQ, das ebenfalls zur Verfügung gestellt wurde. Darüber hinaus ist es für die Kunden des Unternehmens möglich, sich über die Hotline 030 2201 2467-0 mit den Verantwortlichen auszutauschen. Leider steht dieser Service nicht kostenlos zur Verfügung. Dennoch überzeugt im Querschnitt die Vielzahl an Möglichkeiten, die für die Aufnahme von Kontakt zur Verfügung stehen.

Unser Fazit zu Growney

In der Summe überwiegen die eindeutigen Vorteile, die mit der automatischen Vermögensverwaltung verbunden sind. Die Kunden des Unternehmens genießen die Freiheit, sich nicht mehr weiter um die Verwaltung ihres Investments kümmern zu müssen. Stattdessen können sie aus reinem Interesse hin und wieder einen Blick auf den Verlauf der Kurse werfen. Auch dieser Umstand erhöht die Attraktivität des Angebots und macht es zu einem besonders begehrten am Markt, das mit gutem Gewissen genutzt werden kann.

Kundenbewertungen

3,0 rating

Schwache Performance, werde wahrscheinlich zu einem anderen Anbieter wechseln..

Tom B.
5,0 rating

Ausgezeichnet!!

Jens
4,0 rating

Guter Kundenservice – immer erreichbar.
Auch die Eröffnung meines Anlagekontos ging wirklich einfach – nach ein paar persönlichen Fragen eröffnete ich ein Konto mit der Strategie grow70 (mehr Risiko!), und konnte bislang eine positive Steigerung meines Kapitals beobachten.

Frank
5,0 rating

Sehr guter Service…

Mark
5,0 rating

Moderne Plattform und eine große Auswahl an Anlagestrategien.
Habe mich vor einigen Monaten für Grow50 entschieden und bin bis jetzt mit der Performance zufrieden.

Christian

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